Old School Networking

Networking ist in aller Munde. Schließlich erleichtern uns Facebook, Xing, LinkedInXing, und  Google+ eine schnelle, einfache digitale Kontaktaufnahme. Manch einer rühmt sich mit 5 000 oder mehr Kontakten. Doch da stellt sich die erste Frage:

Ist digitales Netzwerken effektiv?

Mit einem Klick bekommen 5 000 Kontakte Ihre Nachricht. Allerdings lesen nicht alle Ihrer Kontakte in den Social Communities Ihre Beiträge oder Statusmeldungen. Insofern erreichen Sie mit diesem Medium einen weitaus kleineren Kreis. Dies ist nicht effektiv. Zudem stellt sich die Frage, wie nachhaltig diese Art von Kontaktpflege ist. Auch hier gilt: Weniger ist mehr.

Prüfen Sie sich selbst: Was wissen Sie über Ihre digitalen Kontakte? Kennen Sie die Vorlieben, Interessen, die Themen, ohne dafür zunächst das Profil aufzusuchen? – Sie wissen es bei vielen “Kontakten” nicht, denn diese sind nicht nachhaltig. Und wie sieht es mit dem Band der Sympathie aus? Welche Elemente verbinden Sie wirklich? – Nicht viele, wahrscheinlich.

Was sind nachhaltige Kontakte?

Nützliche, ernsthafte, nachhaltige Kontakte sind Personen, die Sie wirklich kennen und umgekehrt. Es sind die Personen, denen Ihr Name bei einem bestimmten Thema einfällt und die Sie gegebenenfalls weiter empfehlen, genauso wie Sie dieses auch tun. Um aus einem digitalen einen nachhaltigen Kontakt zu machen benötigen Sie schlichtes Old School Networking.

Wie funktioniert Old School Networking?

Old School Networking basiert auf persönlichen Begegnungen, denn Zeit ist die wertvollste Ressource, die wir Menschen spenden können. Daher sollten Sie auch prüfen, welche Netzwerkaktivitäten Sie verfolgen und wie Sie Ihre Zeit investieren.  Und so gehen Sie im Old School Networking vor:

  1. Suchen Sie sich bewusst ein Netzwerkevent, an welchem Sie persönlich vor Ort teilnehmen wollen.
  2. Analysieren Sie Ihre Kontake: Wer wird ebenfalls teilnehmen? Gegebenenfalls können Sie gemeinsam das Event aufsuchen. Falls Sie keine Person kennen dann kontaktieren Sie den Gastgeber, erkunden Sie sich nach dem Dresscode und dem Ablauf. Häufig werden Newcomern im Netzwerk einige Minuten für die Vorstellung in der Form eines Pitchs angeboten. Vergessen Sie Ihre Visitenkarten nicht.
  3. Suchen Sie einen Fürsprecher, eine Person, die Sie qualifiziert vorstellen und in ihre Kreise einführen kann. Überlegen Sie, welche Personen Sie im Gegenzug vorstellen können.
  4. Stellen Sie Fragen! Interessieren Sie sich für Ihre Netzwerkkontakte und verarbeiten sie die gewonnenen Informationen in Ihrem Kontaktmanagement, z. B. Outlook. So können Sie später auf die Informationen über Hobbies, Interessen usw. zurückgreifen.
  5. Geben Sie Feedback. Tauschen Sie sich aus, bedanken Sie mit einer persönlichen Postkarte oder einem Treffen zum Kaffee und bleiben Sie dran, beim nächsten Netzwerktreff oder mit einer hilfreichen Vernetzung in der Zwischenzeit. – John Attkinson beschreibt die Old School Networking Tools im abgebildeten Cartoon. Greifen Sie ab und zu auf diese Mittel zurück.

Sicher, Old School Networking erfordert mehr Zeit und Einsatz als zehn “Likes” in der Social Networking Community; dafür ist es effektiv, denn Sie bauen sich nachhaltige Kontakte auf.  Dieses Thema war Mittelpunkt des monatlichen Updates “Kontaktmanagement & Netzwerken” im August 2014. Die Literatur, Vorträge und Videos habe ich hier für Sie zusammengestellt.

 
Sylvia Nickel ist Coach und Beraterin. Sie hilft Menschen, Ziele zu erreichen und ihre Arbeit effektiv zu strukturieren. Sie weiß, wie man die Flut von Emails, Informationen, Nachrichten beherrscht, einordnet und verarbeitet.  Bei Vintage Your Life erklärt sie in der Kategorie Arbeit, wie man minimalistisch arbeitet und mit wenig Aufwand viel Wirkung erzielt. Mehr dazu auf Karriere nach Maß.

 

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