Warum wir so viel Gerümpel horten

„Alles um Sie herum spiegelt Ihre innere Welt wider.“ Dieser Satz ist von Karen Kingston, Autorin des Gerümpelklassikers „Feng Shui – gegen das Gerümpel des Alltags“.  Ausmisten und vor allem gerümpelfrei zu bleiben ist ihr Ziel, welches sie ihren Lesern näherbringen möchte. Warum so viele von uns so viel Kram horten und nicht loslassen können, beschreibt sie neben anderen Dingen in ihrem Buch. VintageYourLife hat die sechs wichtigsten Gründe zusammengefasst.

  1. „Für alle Fälle“

Zu den sechs Kochmessern (von denen eigentlich nur eines regelmäßig in Gebrauch ist) kauft der vorsichtige Mensch gern noch ein siebtes. „Für alle Fälle“. Man weiß ja nie, was das Leben so parat hält und ob man nicht doch SOFORT sieben Kochmesser gleichzeitig braucht und alle Geschäfte gerade geschlossen haben… Und man durch das fehlende siebte Messer einen unglaublichen Nachteil hat.

  1. Identität

Der Grund, warum so viele Menschen kistenweise Fotoalben, Erinnerungsstücke, Geschenke oder Eintrittskarten horten. Weil es zu ihrer Identität beiträgt. Grundsätzlich ein sehr schöner Gedanke. Schwierig wird es nur, wenn man ständig umziehen muss, weil die ganzen Erinnerungsstücke mehr und mehr Platz brauchen. Dann vielleicht doch lieber eine bewusste Auswahl treffen. Auch wenn es schwer fällt…

  1. Statussymbol

„Menschen arbeiten in Jobs, die sie nicht lieben, um sich Dinge zu kaufen, die sich nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen.“ Trifft das auch auf Sie zu?

  1. Territorialdenken

Dinge besitzen, sie kontrollieren, Macht über sie ausüben. Manchmal kaufen wir Gegenstände nur, um sie zu besitzen. Weil wir sie unbedingt haben wollen. Alles meins! Und dann stopfen wir sie in irgendeine Ecke des Schranks und – vergessen sie.

  1. Beeinflussung durch Werbung

Ohne Werbung kann die Wirtschaft nicht funktionieren. Und Werbung hat durchaus informativen Charakter. Woher wüssten Sie sonst, dass es vegane Schuhe/Taschen/Schnitzel/Bodylotion gibt? Aber allzu leicht erliegen wir sämtlichen Verlockungen der Werbung, die uns oft genug einredet, dass wir nur ein halber Mensch sind, wenn wir nicht dieses Auto fahren, jenen Urlaub buchen oder diese Jeans kaufen. Weil sie so unglaublich präsent ist (Kann man hier schon von Gehirnwäsche sprechen?), ist es schwierig, sich dagegen zu wehren. Aber man kann es ja trotzdem versuchen.

  1. Ablenkung

Den Sinn des Lebens zu erkennen ist gar nicht so einfach. Fast genauso schwierig ist es, glücklich zu sein. Selbst Zufriedenheit ist für viele ein nahezu unerreichbares Gut… Wie viel einfacher ist es, sich was Neues und Hübsches zu kaufen. Zum Beispiel zum Anziehen. Oder zum Dekorieren.

 

 

 

Sun-Mi Jung ist Foodbloggerin, hat südkoreanische Wurzeln und stammt aus dem Ruhrgebiet. Vor kurzem hat sie die Freiheit von „Less stuff – more happiness“ entdeckt: Sie zog von 150 Quadratmern auf zwei Etagen auf 72 Quadratmeter, reduzierte 3,5 Meter Kleiderschrank (plus Handtaschen und Schuhe!) auf 1,2 Meter und ist immer noch kräftig dabei zu entrümpeln. Bei Vintage Your Life berichtet sie in der Kategorie Gerümpelfrei von ihren Erfahrungen, gibt praktische Tipps und führt Interviews mit Entrümpelungsexperten und Gleichgesinnten. Hier geht es zu ihrem Foodblog MissSeoulfood.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedintumblrmailby feather

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.